Neue Gottesdienstordnung für St. Matthias ab dem 01.09.2017

Liebe Christen in St. Matthias,

in den vergangenen Monaten wurde immer deutlicher, dass die Priester und die Kirchenmusiker, die in unseren Gemeinden Dienst tun, die Zahl der Gottesdienste, die wir in unseren Kirchen feiern nicht mehr gewährleisten können. Im Pastoralteam, im Pfarrgemeinderat und in den Gemeindeausschüssen haben wir uns intensiv damit befasst, wie wir vor diesem Hintergrund die nötigen Änderungen im Messplan unserer Pfarrgemeinde umsetzen können. Ein möglichst gutes und verlässliches Gottesdienstangebot für unsere Gemeinden stand dabei stets im Mittelpunkt.

Uns allen muss bewusst sein, dass wir auch mit dieser Regelung noch ein weit größeres Angebot an Eucharistiefeiern anbieten, als die meisten vergleichbaren Pfarreien unseres Bistums. Das ist nur möglich, weil bei uns Priester bereit sind, über ihr Pensionsalter hinaus freiwillig und verlässlich Dienste zu übernehmen. Dies ist auch noch möglich weil wir mit Kpl. Goldammer einen jungen Priester haben, der in einer Ausbildungs- und damit keiner Planstelle bei uns arbeitet. Der Regelfall für unsere Pfarrei wäre höchstens ein Priester. Damit ist klar, dass die Möglichkeiten, die wir jetzt noch haben, zeitlich begrenzt sind. In der längerfristigen Zukunft werden wir dies nicht leisten können.  Wir bitten  Sie alle, die nach wie vor hohe Zahl von möglichen Eucharistiefeiern als ein Geschenk anzunehmen und durch ihre Teilnahme auch wertzuschätzen. Auch davon wird in Zukunft abhängen, welche Priorität wir einer hohen Zahl von Messen gegenüber unseren anderen Aufgaben als  Gemeinden geben werden.

 

Folgende Gedanken und Regeln waren bei der Entstehung des neuen Messplans maßgeblich:

  1. Die Eucharistiefeier ist die Mitte unseres Gemeindelebens. Auch wenn deutlich weniger Gemeindemitglieder als früher daran teilnehmen, ist sie uns nach wie vor sehr wichtig. In jeder Kirche soll wenigstens eine Eucharistiefeier am Samstagabend, oder Sonntagmorgen oder Sonntagabend stattfinden, damit für jeden die Teilnahme der Hl. Messe  in guter örtlicher Erreichbarkeit möglich ist. Zugleich ist jede Hl. Messe vor Ort aber eine Feier für die ganze Pfarrei St. Matthias und kein Sondergottesdienst für ein Dorf. Jeder soll sich überall willkommen und zu Hause fühlen.
  2. Die Höchstzahl der regelmäßigen Messfeiern am Wochenende, für die unsere Priester und Musiker zur Verfügung stehen, muss für die Verantwortlichen leistbar bleiben. In der Planung darf es höchsten zwei Messfeiern zur gleichen Zeit geben. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass an den Wochenenden ja auch alle Tauf- und Hochzeitsgottesdienste sowie der Großteil der Exequien stattfinden. Gleichzeitig müssen die Anfangszeiten es möglich machen, dass ein Zelebrant ohne Schwierigkeiten zwei Messen nacheinander feiern kann.
  3. Wir wollen vor allem örtlich und zeitlich Eucharistiefeiern so anbieten, dass es möglichst auch jungen Familien gut möglich ist, teilzunehmen. Daher haben familienfreundliche Zeiten Vorrang.
  4. Wir möchten möglichst verlässliche Gottesdienstzeiten anbieten. D.h. nach Möglichkeit soll sich jeder von uns auf regelmäßige Zeiten am gleichen Ort verlassen können. Das wird unsere Möglichkeiten für Sondergottesdienste am Wochenende deutlich einschränken. In Zukunft werden die Gemeindeausschüsse in Absprache mit dem Pastoralteam darüber beraten, welche begrenzten Ausnahmen hier z.B. bei Schützenfesten und Erstkommunionfeiern noch möglich sind. Für jede dieser Messen entfällt eine andere Messe an diesem Wochenende in der betreffenden Kirche. Alle Anfragen hierfür müssen zur Planung des Jahres im Vorjahr an den jeweiligen Gemeindeausschuss gestellt sein.
  5. Die Eucharistiefeiern sollen musikalisch in guter Qualität begleitet werden.
  6. Wenn eine Gemeinde vor Ort darüber hinaus Gebetszeiten am Wochenende in ihrer Kirche anbieten möchte, kann sie dies nach Absprache mit Pfarrgemeinderat und Pastoralteam einrichten, dabei aber nicht auf Priester, Diakone, Musiker oder andere haupt- und nebenamtliche Kräfte zurückgreifen.
  7. Den Wortgottesdienst im Altenheim St. Michael, der durch ehrenamtliche Gottesdienstleiter gefeiert wird, werden wir weiterhin durch Mitglieder des Pastoralteams fördern und begleiten und musikalisch gestalten,  soweit dies möglich ist.
  8. Die Eucharistiefern an den Werktagen bleiben zunächst unverändert und sind so auch ein Angebot für die, die aus guten Gründen nicht an der Sonntagsmesse teilnehmen können.
  9. Über die Zeiten der Hl. Messen an Feiertagen berät das Pastoralteam in Absprache mit dem Pfarrgemeinderat unter Berücksichtigung der personellen Möglichkeiten.

Unter diesen Maßgaben haben wir folgende Gottesdienstordnung für St. Matthias ab dem 1.9. 2017 festgelegt:

Vorabendemesse am Samstag:

  • 17.00 Uhr in St. Georg
  • 18.30 Uhr in St. Gertrud
  • 18.30 Uhr in St. Michael

Am 1. Samstag im Monat um 17.00 Uhr „Mit neuen Augen sehen“ Messe in St. Mariae Himmelfahrt

Heilige Messe am Sonntag:

  • 10.00 Uhr in St. Jakobus
  • 10.00 Uhr in St. Mariae Himmelfahrt
  • 10.15 Uhr Wortgottesdienst im Altenheim
  • 11.15 Uhr in St. Georg
  • 11.15 Uhr in St. Michael
  • 19.00 Uhr in St. Anton

Diese Ordnung setzen wir hiermit ab dem 1.9.2017 in Kraft.

 

Mit dem Wunsch für ein frohes Osterfest für Sie alle grüßen wir Sie herzlich,

Ihr Pastöre Thorsten Aymanns und Wilhelm Kursawa