„Brot, das die Hoffnung nährt – Freude, die der Trauer währt“

„Brot, das die Hoffnung nährt – Freude, die der Trauer währt“

Alternative Gottesdienste zur Heiligen Woche als Liturgie zu Hause in Anlehnung an die „Mit-neuen-Augen-sehen-Messen“ gedacht für jeden Einzelnen und in der Familie.

Vorwort:
Die außergewöhnliche Situation erfordert außergewöhnliche Ideen und Maßnahmen. So ist diese kleine Handreichung entstanden.
Sie ist als Anregung gedacht auch zu Hause die Heilige Woche – den Höhepunkt des Kirchenjahres – zu feiern.

Dabei sind die Grundlagen die Evangelium (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes).
Sie beschreiben, was damals geschehen ist. Und wir lesen dies und tun es dann auch so -soweit das möglich ist.
Die Handreichung ist auch gedacht für Familien. Ich kann so eine kleine Liturgie zu Hause feiern: Familie als Kirche. Dabei können Eltern und Kinder bestimmte Rollen übernehmen.
Es gibt jeweils bei den Gottesdiensten Hinweise, wie Kinder einbezogen werden können.
Das Wohnzimmer kann zur „Hauskirche“ werden, indem ich einen Tisch zum Altar gestalte, um den wir uns setzen und miteinander feiern. Ein Kreuz, eine Kerze, Blumen gehören dazu … und ganz viel Phantasie.
So ist es möglich, alleine oder in der Familie mit den Kindern diese Heilige Woche zu erleben.

Der Einfachheit halber sind die Texte für eine Feier in der Familie formuliert. Wenn jemand alleine ist oder als Ehepaar, ist es sicher kein Problem, dies entsprechend umzuformulieren. Und: wir können nichts falsch“ machen: Jesus Christus ist es, der uns mit seinen offenen Armen einlädt und uns mit Liebe und Nähe entgegenkommt.

Wenn Segnungen anstehen z.B. beim Palm (Palmsonntag) oder beim Brot (Gründonnerstag), Kerze (Osternacht), dann dürfen wir das selber tun mit Weihwasser oder durch meine Hände, die ich dann Gott schenke und er sozusagen „meine Hand führt“.
Wer dies nicht tun möchte, der kann es auch ohne das Handzeichen machen und einfach sagen: z.B. Gott möge nun diese Palmzweige segnen …

(eine Formulierung ist jeweils angegeben).
Besorgen Sie sich Weihwasser, das gibt es in jeder Kirche – sie ist zu den normalen Gottesdienstzeiten geöffnet.

Zum Titelbild:
Es ist sozusagen die Klammer der österlichen Tage:
Die Gemeinschaft Jesus mit seinen Jüngern – also über die Zeit bewahrt auch mit uns.
Der Abendmahlstisch bildet mit der Person Jesu ein Kreuz – Jesus ist in allem Leid der Welt. Die Sonne um seinen Kopf ist Symbol der Auferstehung: Jesus besiegt den Tod und eröffnet uns das ewige Leben.
Geldbeutel und der rote Fleck zeigen, dass auch die Fehler und die Schuld der Menschen mit erlöst werden. Das Brot des Abendmahls und das Brot des Lebens am Ostermontag sind sozusagen die Klammer der Erlösungstat, die wir in jedem Abendmahl ,miteinander‘ feiern: in der Kirche oder auch in besonderen Situationen zu Hause.